März 26, 2012

Die kleine Prinzessin Sara


Inhalt

London, 1885. Der reiche, britische Geschäftsmann Ralph Crewe bringt seine kleine Tochter Sara aus Indien mit nach London, damit sie auf einem sehr angesehenen Mädcheninternat unterrichtet wird. Mr. Crewe muss aus geschäftlichen Gründen nach Indien zurückkehren.

Sara ist gebildet, höflich und unvoreingenommen. Zudem besitzt sie eine ausgeprägte und lebhafte Fantasie und eine starke Willenskraft. Egal wohin sie auch geht, die Leute sind fasziniert von ihrer Schönheit und ihrem graziösen Auftreten. Sie ist das reichste Mädchen im Internat und wird deshalb bevorzugt behandelt. Als einzige hat sie ein großes Zimmer für sich allein, mit den kostbarsten und schönsten Möbeln und Kleidern. Schnell schließt sie Freundschaft mit der Außenseiterin Ermengarde, der kleinen Lottie, ihrem Kutscher Peter und Dienstmädchen Becky. Schon bald wird Sara von Miss Minchin zur neuen Klassensprecherin ernannt und löst damit Lavinia ab. Lavinia verachtet Sara vom aller ersten Tag an, da sie von ihr in allem übertrumpft wird. Sie wartet nur darauf, ihr bei der bestmöglichen Gelegenheit eins auswischen zu können.

Ausgerechnet an ihrem Geburtstag, der groß und pompös gefeiert wird, erfährt Sara vom Tod ihres Vaters. Da er ihr kein Geld hinterlassen hat, muss sie von nun an als Dienstmädchen arbeiten, um nicht obdachlos auf der Straße leben zu müssen. Von heute auf morgen hat sie nicht nur all ihre Besitztümer sondern auch wichtige Grundrechte verloren. Eine harte und schlimme Zeit beginnt…


Persönliche Meinung

"Die kleine Prinzessin Sara" gehört wohl zu den anspruchsvollsten und traurigsten Animes für Kinder. Die Atmosphäre ist oft sehr bedrückend, was aber sehr passend für die Thematik ist. Das Thema ist auch kein einfaches. Der Fokus liegt ganz klar auf Saras Zeit als Dienstmädchen und weniger auf ihrem Leben davor. Sara ist eine sympathische und liebe Figur, sie wurde allerdings perfekt, ohne jegliche Schwächen und Fehler dargestellt, was ich persönlich unrealistisch finde, denn niemand ist perfekt. Auch die Bösen wurden zum Teil als einfach nur böse und schlecht, ohne jegliche gute Seiten dargestellt, was ich ebenfalls als unrealistisch empfinde.

Neben Saras Leben in Armut, aufgrund dessen sie wie eine rechtlose Sklavin arbeiten und leben muss, wurde vor allem ein weiteres wichtiges Thema behandelt: Freundschaft. Anhand von Sara und Becky wurde aufgezeigt, wie wichtig gute und echte Freunde sind, vor allem in schweren Zeiten. Die Freundschaft zwischen Sara und Becky war wirklich sehr schön dargestellt. Die reiche und gebildete Sara begegnete der armen und ungebildeten Becky von Anfang an respektvoll und freundlich, was absolut keine Selbstverständlichkeit für die damalige Zeit war. Die ungewöhnliche Freundschaft hat mich am meisten beeindruckt und ist meiner Meinung nach ein Herzstück des Animes.

Ein weiteres wichtiges Herzstück der Serie ist natürlich Saras Stärke und Willenskraft, sich bis zum Schluss nicht unterkriegen zu lassen. Das Ende ist ein kleines bisschen anders als im Buch. Ich will nicht zu viel verraten aber das Serienende gefiel mir nicht so gut und ich wünschte, dass das Buchende stattdessen übernommen worden wäre...


"Die kleine Prinzessin Sara" bietet außerdem einen guten Einblick in die damalige Zeit, vor allem in das damalige London. Die große Kluft zwischen Arm und Reich, harte körperliche Arbeit, Kinderarbeit und die ungerechte Klassengesellschaft, aus der es meist kein Entrinnen gab.

Bewertung




Deutscher Titel: Die kleine Prinzessin Sara
Originaltitel: Shoukoujo Sara
Originalsprache: Japanisch
Erschienen: 1985
Laufzeit: 25 Minuten pro Folge
Episoden: 46
Darsteller: Sara Crewe, Ralph Crewe, Fräulein Maria Minchin, Lavinia Herbert, Ermengarde St. John
Regisseur: Fumio Kurogawa
Buchvorlage: "Sara, die kleine Prinzessin" von Frances Hodgson
Genre: Drama, Historie, Slice of life



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