April 18, 2012

Eine fröhliche Familie



Inhalt

USA, Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Nord- und Südstaaten befinden sich gerade mitten im Amerikanischen Bürgerkrieg. In Gettysburg, Pennsylvania lebt die Familie March, bestehend aus den Eltern Frederic und Mary March sowie den vier Töchtern Meg, Jo, Beth und Amy. Zusammen mit ihnen leben außerdem die schwarze Haushälterin Hanna und das kleine Kätzchen Miezi. Als die Konföderierten Streitkräfte in der Stadt auftauchen und alles verwüsten, machen sich Mary und die Töchter auf den Weg zur Tante nach Newcord.

Frederic March ist Offizier bei den Streitkräften der Union (Nordstaaten) und zieht mit diesen in den Krieg gegen die Konföderierten (Südstaaten). Eine Selbstverständlichkeit für ihn und seine Familie, denn sie sind allesamt Gegner der Sklaverei und der Rassentrennung. Überhaupt wird Nächstenliebe und auch Bescheidenheit in der Familie sehr groß geschrieben.

Derweil muss Mary March die vier Töchter, die unterschiedlicher nicht sein könnten, allein großziehen. Die älteste Tochter, die sechzehnjährige Margaret, genannt Meg, ist attraktiv, verantwortungsbewusst und vernünftig. Die zweitälteste Tochter, die fünfzehnjährige Josephine, genannt Jo, ist dagegen burschikos, selbstbewusst und wissbegierig. Die drittälteste Tochter, die dreizehnjährige Elizabeth, genannt Beth, ist eine schüchterne, brave und ruhige Einzelgängerin. Und die jüngste Tochter Amy, zwölf Jahre alt, das freche, neugierige und egoistische Nesthäkchen der Familie.

Die Serie begleitet das Alltagsleben der Familie, das mit einigen Freuden aber auch viel Leid verbunden ist.

Persönliche Meinung 

Von Anfang an geht's spannend los. Familie March befindet sich mitten im Amerikanischen Bürgerkrieg. Nebenbei erfährt man die ein oder andere geschichtliche Information. Der Vater dient als Offizier im Krieg und die restliche Familie muss umziehen und ihre alte Heimat verlassen. Es bleibt spannend und interessant. Die Reise nach Newcord, die Bekanntschaft mit Tante Martha, das neue Haus usw. Leider werden in den späteren Folgen einige mehr oder weniger langweilige Füllepisoden eingebaut und alles zieht sich etwas hin.

Die Hauptpersonen, die vier Marchtöchter Meg, Jo, Beth und Amy, fand ich allesamt sympathisch. Alle auf ihre eigene Art und Weise. Besonders die schüchterne und liebe Beth ist mir an's Herz gewachsen. Und alle haben sich, trotz ihrer unterschiedlichen Wesen, gut ergänzt. Auch die Nebencharaktere wie Laurie, Anthony und Carl haben mir gefallen. "Eine fröhliche Familie" lebt in erster Linie von den Charakteren, ihrer Dynamik und ihrem Zusammenspiel.

Mit dem Ende allerdings bin ich nicht ganz zufrieden. Es war nicht schlecht, aber es hätte definitiv besser sein können. Meiner Meinung nach ist das Ende mit das Wichtigste an einer Serie. Gerade bei einem Alltagsdrama wie "Eine fröhliche Familie" eins ist, ist ein zufriedenstellender Abschluss wichtig. Der folgende Absatz enthält Spoiler zum Finale, also habe ich ihn als Spoiler markiert.


- Spoiler - 

Der Fokus lag, für mich, zu sehr auf Jos Abschied. Klar, man hat auch über Megs Verlobung erfahren aber Beth, Amy, Laurie und auch Mr. & Mrs. March sowie weitere Nebencharaktere wurden dabei völlig vernachlässigt. Was wurde aus ihnen? Hier hätte ich mir eine Art Vorschau, Fotoserie o.ä. gewünscht. Megs und Carls Hochzeit, ein Blick auf Amys und Beths zukünftiges Leben usw. Wie ich auf Wikipedia gelesen habe, erfährt man all diese Informationen im Buch. Da hätte ich mir vom Anime ein bisschen mehr in diese Richtung erhofft und nicht nur fokussiert auf Jos Weg. Zumal Jo ja auch noch mit "Missis Jo und ihre fröhliche Familie" eine komplette Spin-Off-Serie bekommen hat. Ich finde das Ende für ein Serienfinale etwas schwach.


Bewertung

 


Deutscher Titel: Eine fröhliche Familie
Originaltitel: Ai no Wakakusa Monogatari
Originalsprache: Japanisch
Erschienen: 1987
Laufzeit: 25 Minuten pro Folge
Episoden: 48
Darsteller: Mary March, Margaret March, Josephine March, Elizabeth March, Amy March
Regisseur: Fumio Kurokawa
Buchvorlage: "Betty und ihre Schwestern" von Louisa May Alcott
Genre: Drama, Slice of life, Historie




0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen