Oktober 20, 2012

30 Tage, 30 Bücher | 17. Das Buch aus meinem Regal, das die wenigsten Seiten hat

Heute geht es weiter mit Aufgabe 17.

17. Das Buch aus meinem Regal, das die wenigsten Seiten hat


Robert, der ihm bei Spaziergängen in der betreffenden Gegend bereits mehrfach aufgefallen war, setzte sich plötzlich, ohne dass er es hätte verhindern können, zu ihm und fing ein harmloses Gespräch an über das Sommerwetter, die Schönheit des Lichts über dem Fluss… Keine drei Minuten dauerte das, dann kam der Satz, mit dem Robert, der Ältere, Erfahrene, das dürftige Gewebe seiner Tarnung zerriss. »Wissen deine Eltern, dass du schwul bist?«, hatte er gefragt, und »Nein« hatte Nikos gesagt, noch bevor er -

Auf den ersten Blick umkreisen die sieben Erzählungen mehr oder weniger alltägliche Situationen: Ein Bekannter kommt zum Tee, eine Familie sieht sich ein Hochzeitsvideo an, ein Enkel stattet seiner verstorbenen Großmutter einen letzten Besuch ab, zwei Verliebte schlendern durch die Stadt. Doch ein "Detail" verrückt die Perspektive und lässt die Situation für die Akteure auf den zweiten Blick zu einem mitunter komplizierten Drahtseilakt werden: Sie sind schwul.

"Slalom" hat insgesamt 114 Seiten und ist damit das kürzeste Buch aus meinem Regal. Vor ein paar Tagen hab ich das Buch erst beendet, die Rezension findet ihr hier.

30 Tage, 30 Bücher ist eine Aktion von Pusteblume.

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